Die „Bessere“ Haltungsform

So oft hört man, dass es doch in Ordnung sei die Tiere für sich zu nutzen, wenn sie doch ein gutes Leben hatten. Mit diesem Thema wurde ich bei meiner Reise in Skandinavien wieder einmal konfrontiert – nicht durch eine Person selbst, die dieses Argument gebracht hat, sondern durch die perfide Art, wie Rentiere in Norwegen und Schweden ausgebeutet werden.

Die Tiere hier sind vermeintlich frei. Sie leben vor sich hin – ganz ohne Zäune. Sie können hingehen wo sie wollen, leben mit ihren Kindern zusammen – alles so wie es sein sollte. Und wie ihr euch denken könnt, kommt hier leider ein großes AAABER …
Bei einem genauen hinsehen sieht man, dass die Tiere Halsbänder tragen, die einen GPS-Tracker beinhalten. Dadurch können die Tiere dauerhaft geortet werden. Sobald sie gebraucht werden, werden sie gefunden und teils mit Treibjagden eingefangen. Ausgebeutet werden sie für Fleisch, Leder, Fels und ihre Geweihe.
Dieses Beispiel zeigt wieder einmal sehr schön, dass selbst diese „freieste Freilandhaltung“ noch immer nicht in Ordnung ist. Woran liegt es? An der Sichtweise den Tieren gegenüber. Sie werden nicht als Individuen anerkannt, sondern werden lediglich als Ressourcen angesehen. Es ist ja sogar noch besser für die „Besitzer“ (🤢) dieser Tiere – keine Kosten für Futter oder Gehege. Erst wenn aus den Tieren ein Nutzen gezogen werden soll, werden sie geortet, von ihrer Familie getrennt, getötet und ihr Körper weiter verwendet.

Diese Tiere sollten frei sein von ihren Halsbändern, frei von der Ausbeutung, frei von der Sklaverei, die durch die vermeintliche Freiheit der Tiere verschleiert wird.

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